Ein paar Informationen zu den "Wundersamen Wolkengeschichten"

 

Warnung!

Wer das Buch noch nicht gelesen hat, mag durch diese nüchternen Informationen vielleicht einen falschen Eindruck gewinnen. Die "Wundersamen Wolkengeschichten" sind ein Märchen, das die Leserin oder der Leser in entsprechender gemütlicher Atmosphäre genießen sollte. Zum Beispiel abends im Bett (aber bitte nicht mir der Taschenlampe unter der Bettdecke!) oder in einem bequemen Sessel, vielleicht sogar bei Kerzenlicht und mit schöner Musik im Hintergrund. Ich empfehle keltische Harfenmusik oder die romantische Musik von Loreena McKennit. Erwachsene könnten auch ein Glas Wein dabei trinken. Und natürlich sorgt eine schnurrende Katze auf dem Schoß oder im Sessel nebendran ebenfalls für die richtige "Wolkenkatzen-Stimmung".

 

Die Geschichte spielt

wie es im Klappentext des Buches heißt "vor langer Zeit", nämlich als es noch Zauberer, weise Frauen und Magier gab, der Glaube an Wunder noch nicht verloren war und die Tiere noch mit den Menschen sprachen. Das könnte vielleicht im 5. oder 6. Jahrhundert n.Chr. gewesen sein. Unsere Helden finden z.B. eine Römerstraße, die aber schon bessere Zeiten gesehen haben mag. Ladenburg, die alte Römerstadt, ist immer noch ein wichtiger Marktflecken, andere, heute bedeutende Städte in der Gegend, existieren jedoch noch nicht.

 

Die Helden der Geschichte sind

Der Widersacher Ortwins und seiner Gefährten ist Salaam, ein Magier aus dem finsteren Reich Ogk im Orient. Salaam herrscht über den Geheimbund der "Siebenbeinigen Spinne". Zu diesem Bund zählen auch die unheimlichen Priester des phönizischen Gottes Baal. Außerdem gehören zu Salaams Gefolge Hunde, Füchse, Mäuse, Ratten und andere Tiere, denen der Magier teilweise menschliche Gestalt verleihen kann sowie Kobolde, Waldschratte und viele weitere seltsame Wesen, wie seine "Eisernen Vögel" und "Eisernen Elefanten". Das Unheimliche an Salaam ist, dass er große Strecken - für die damalige Zeit - in sehr kurzer Zeit überwinden kann, beispielsweise mit seinen Zauberschiffen. Auch beherrscht er nicht nur viele weiße und schwarze Magie, sondern auch Natur und Technik. So zeigt er unseren Gefährten einmal, wie aus Sand ein Metall "herausgeschmozen" werden kann. Was es mit ihm wirklich auf sich hat, wird erst am Ende der Geschichte aufgedeckt und soll hier nicht verraten werden.

 

Die Handlung

In der Geschichte geht es um den geheimnisvollen Wolkenstoff, der leichter ist als Luft und mit dem es sich fliegen läßt. Der Wolkenstoff ist eines der Geheimnisse aus Merlins Zauberbuch, das Ortwin zusammen mit seinem Kater Hieronymus ergründen will. Mehr verraten wir an dieser Stelle aber nicht.

 

Geschichtlicher Hintergrund?

Eine weltweite Verschwörung "von Magiern und bösen Zauberern" gab es natürlich in der Antike und auch in den Jahrhunderten danach nicht. Allerdings wurde den heidnischen Göttern noch lange Zeit, nachdem die Römer und Germanen das Christentum angenommen hatten, an verschiedenen Orten heimlich gehuldigt. Es liegt zumindest im Bereich des Möglichen, daß auch der phönizische Gott Baal zur damaligen Zeit noch Anhänger hatte.

Katzen waren in der Antike in Mittel- und Nordeuropa so gut wie unbekannt; damals hielten sich die Menschen vor allem Frettchen als Mäusefänger. In der Spätantike bzw. im Frühmittelalter setzten sich die Katzen aber auch nördlich der Alpen durch. Irgendwann müssen die ersten Samtpfoten in das kalte Frankenland gekommen sein - und Quax, der Held dieser Geschichte, war eine von ihnen.

 

Und die Orte, in denen die Geschichte spielt?

Viele gibt es wirklich, allerdings haben wir es mit der Geographie nicht so genau genommen, denn schließlich ist es eine Phantasie-Geschichte und kein Reiseroman.

Es beginnt im Odenwald, wo heute noch eine Schlucht bei Zwingenberg die "Wolkfsschlucht" heißt. Unsere Helden gelangen zunächst in die Rheinebene, die damals - wie ganz Deutschland - nur sehr dünn besiedelt war. Dann geht es quer durch "das Frankenland" bis zur Bretagne. Die Orte Carnac, wo die berühmten Menhire stehen, Trinité und Locmariaquer existieren. Die große Insel vor Carnac könnte die Belle Ile sein, und die Felsen, auf denen Quax herumklettert, liegen vielleicht auf der Halbinsel Quiberon. Eine kleine Felseninsel vor dem Dorf Trinité, auf die man bei Ebbe hinauslaufen kann, gibt es auch; hier habe ich im Sommer 1972 zwischen Ginsterbüschen gesessen und das schöne Wetter genossen.

Die Gegenden in Asien sind, mit Ausnahme der Stadt Baku, von der ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ob es sie damals gab und wenn ja, wie sie hieß, alle erfunden. Das Land Ogk, der "Hundeschnäuzige Berg", der Salzsee und die Höhlenlabyrinthe sind reine Phantasie.

Bleibt noch Palmyra: Diese Stadt in Syrien gab es ebenfalls, allerdings muß sie zu Quaxens Zeiten schon größtenteils zerfallen gewesen sein. Ihre Blütezeit war von 260 - 273 n.Chr., dann wurde sie von den Römern unter Kaiser Aurelius erobert. Bis zur Zerstörung durch den sog. "Islamischen Staat" standen dort noch imposante Ruinen. Es bleibt zu hoffen, dass zumindest Teile der historischen Gebäude rekonstruiert werden können. Quax und seine Gefährten würde es jedenfalls sehr freuen.

 

Noch etwas zur Entstehung der Geschichte

Die Idee von den "Wolkenkatzen" ist schon viele Jahre alt. Es gab verschiedene Kurzgeschichten, auch einen Comic-Versuch, die aber nur für den Hausgebrauch taugten. Vor allem meinen beiden Töchtern las ich im Urlaub abends neue Episoden von den Wolkenkatzen vor. Im Laufe der Zeit wurden die einzelnen Stories zu einer großen Geschichte verwoben bis endlich - nach gründlicher Überarbeitung durch meine Frau Christine - dieses Buch daraus wurde. Nicht nur, weil es für "normale Leute" äußerst schwer ist einen "Großverlag" zu finden, sondern auch weil uns das Herstellen von Büchern großen Spaß bereitet, haben wir uns entschlossen das Buch selbst herauszubringen.

 


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