Was ist die LeseZeit 

 

Wie entstand die „LeseZeit“?

Die Idee zur „LeseZeit“ entstand ungefähr im Frühjahr 2003. Sabine Petzold, Reilingen, und Rolf Thum, Hockenheim, stellten einen Bedarf fest: Einerseits gibt es in unserer Region viele Leute, die gern schreiben und vortragen, andererseits fehlte - außerhalb der Großstädte wie Mannheim oder Heidelberg - ein Forum für solche Auftritte. Wieso sich also nicht zusammen tun und ein solches Forum schaffen? Am 16. Nov. 2003 war es dann soweit: Die erste gemeinsame Lesung von Autorinnen und Autoren der Rhein-Neckar-Region (man könnte auch sagen "in der Provinz") fand in Reilingen statt. Der Erfolg (überraschend viele Besucher, viel Applaus und eine gute Resonanz in der Presse) ermutigten die Initiatoren, weitere Veranstaltungen dieser Art durchzuführen. Immer mehr Autorinnen und Autoren gesellten sich hinzu, mittlerweile gehören zum „harten Kern“ mehr als ein Dutzend Personen, ein weiteres Dutzend hält losen Kontakt. Dabei beschränkt sich der Kreis der Akteure und Interessenten bei Weitem nicht mehr auf die „Ursprungsgemeinden“ Reilingen und Hockenheim, sondern reicht bis Frankenthal, Speyer oder Karlsruhe.  

 

Unser Konzept

Die LeseZeit ist ein Forum für Autorinnen und Autoren, die gerne vorlesen. Entsprechend veranstalten wir in unregelmäßigen Abständen und an verschiedenen Orten Lesungen, bei denen jede(r), der möchte, mitmachen kann. Jedes Genre ist willkommen: Lyrik oder Prosa, Kurzgeschichte oder Auszüge aus Romanen, Krimi, Science Fiction, Fantasy, Biographien, Geschichte und Heimatgeschichte, Besinnliches, Heiteres, Alltägliches oder Kurioses. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Texte bereits irgendwo veröffentlicht worden sind oder noch veröffentlicht werden. Mitunter wird das Publikum somit Zeuge einer Premiere oder wohnt der „Uraufführung“ eines Textes bei, der vielleicht noch ein Bestseller wird.

Neben den öffentlichen Veranstaltungen treffen wir uns zwei- bis dreimal im Jahr zu einem „Literatenstammtisch“, bei dem wir uns in völlig ungezwungener Weise über das Schreiben, Publizieren und Vorlesen austauschen.

Was wir nicht machen: Unsere Texte gegenseitig begutachten, kritisieren oder korrigieren. Wir sind keine Schreibwerkstatt oder dergleichen. Wir verlangen von unseren Mitstreiter/innen auch keine Perfektion oder Professionalität – vielmehr bieten wir gerade noch unerfahrenen Autor/innen, die Möglichkeit erste Erfahrungen zu sammeln. In einem Punkt aber sind wir rigoros: Wir geben unseren Autor/innen für die Auftritte Zeitvorgaben (meistens, je nach Zahl der Lesenden, um die 10 Minuten) und verlangen, dass diese eingehalten werden.

Was wir auch nicht machen: Honorare zahlen. Allerdings springen normalerweise die Fahrtkosten für die Autoren heraus; meistens gibt es von den Veranstaltern auch kleine Anerkennungen für die Auftritte.

 

Weitere Pläne? Ideen und Vorschläge gibt es genug, z.B. die Herausgabe einer Antologie oder eigenen Literaturzeitschrift. Bislang fehlt es uns aber insbesondere an der dazu notwendigen Zeit.