Milonga - Tangofest -
Tangoball
und die Wahrscheinlichkeit, als Dame
aufgefordert zu werden.
Die folgenden Definitionen stammen nicht von
mir, sondern von Nutzern der Mailing-Liste
tango-de@yahoogroups.de
Milonga:
kostet wenig (0-5 EUR), findet regelmäßig statt und bietet
den meisten Genuß, wenn die Faktoren DJ, Raum und Gäste
stimmen.
Fest:
kostet mehr (8-12 EUR), findet nicht regelmäßig statt und
bietet etwas mehr (was auch immer, aber nicht unbedingt mehr
Genuß) als die Milonga.
Ball:
kostet viel (18 - nach oben offen), findet selten statt. Der Ort ist
manchmal außergewöhnlich, manchmal schön, jedenfalls
meistens schweineteuer (städtische Hallen mit spiegelglatt
gebohnertem Boden z.B.). Orchester und Auftritt sind obligatorisch,
Qualität derselben schwankend. Man kommt nicht zum Tanzen, weil
andauernd was los ist. In den zum Tanzen vorgesehenen Pausen
stürmen alle auf die Tanzfläche und wollen das nachmachen,
was die Profipaare vorgetanzt haben, daher erhöhte Unfallgefahr.
Lohnt sich nur wenn Orchester und /oder Paar
außergewöhnlich sind, oder wenn man weit hergereiste
Bekannte sehen will. Zum Tanzen wartet man bis Orchester und Auftritt
vorbei sind (ca. nach 1:00 Uhr) oder man geht auf die nächste
Milonga (s.oben).
Andy
> Was ist ein (Tango)Salon?
Etwas mehr feines Getue, optimal Anzug, Krawatte, ggf. mit Weste -
keine kurzen Hosen, mindestens 2 Euro mehr Eintritt als bei einer
Milonga. Frauen nicht bauchfrei.... akzeptiert? Georg
Nein. Weil die Wahrscheinlichkeit als
Tänzerin aufgefordert zu werden reziprok zur Stoffläche
Deines Kleides ist. Leider. Laurina
Und das stammt jetzt von mir. Nach dieser provokativen Behauptung
entbrannte eine längere Diskussion über die
Wahrscheinlichkeit, aufgefordert zu werden und die Rolle der Kleidung
und des Aussehens dabei. Meine Erfahrungen (bzw. die meiner Frau)
dazu habe ich nicht in die Gruppe geschickt, sondern nur hier
festgehalten.
Die Wahrscheinlichkeit, als Tänzerin
aufgefordert zu werden (oder als Tänzer bei der Aufforderung
keinen Korb zu bekommen) hängt von einer ganzen Reihe Parameter
ab, die sich z.T. gegenseitig verstärken oder kompensieren
können - jedenfalls mag ich keine "Kennzahlen" daraus
berechnen!
Hier sind sie, meine Parameter:
- Wie gut bin ich in der jeweiligen Szene
integriert: gehöre ich zum "inneren Kreis", den "alten
Hasen/Häsinnen", dem "verschworenen Zirkel", zu denen, die
immer und ewig dabei sind oder bin ich nur ab und zu Gast,
Zufallsgast gar, mal so "hereingeschneit". Bei ersterem:
Wahrscheinlichkeit aufgefordert zu werden sehr hoch, bei zweitem
sehr niedrig.
- Komme ich allein oder mit Partner; je
alleiner, desto mehr Aufforderungen.
- Wie tanze ich? Profimäßig,
gut, mittel, anfängerisch, stümperhaft - Am ehesten
werden mittel bis anfängerisch Tanzende aufgefordert; die
schlechten werden gemieden (verständlich), die zu guten
leider auch (man(n) traut sich nicht ran; denn die Ansprüche
der Tänzerin könnten ja sehr hoch sein)
- Wieviele Leute sind bei einer Milonga?
Je weniger, desto eher wird aufgefordert, desto eher habe ich die
Chance mit Dritten - auch mir noch unbekannten Leuten - in Kontakt
zu kommen. Wenn der Saal voll ist, ist alles anonymer; die Herren
fordern meistens dann nur die Damen auf, die sie schon kennen.
- Wie sind die Tische/Stühle
aufgebaut - hockt jeder isoliert für sich oder alles kreuz
und quar; wird oft der Platz gewechselt? Je kommunikativer die
Bestuhlung, desto eher Kontakte, desto mehr auch
Aufforderungen
- Wie ist das Verhälnis Damen:Herren;
Damenüberschuss führt automatisch zu weniger
Aufforderungen für die Damen (wenn die Damen gar wie die
Hühner auf der Stange dasitzen, dann kneifen mitunter sogar
die wenigen anwesenden Herren)
- Die persönliche Ausstrahlung der
Dame spielt natürlich auch eine Rolle. Logischerweise finden
hässliche oder hässlich zurecht gemachte Damen weniger
Partner als hübsche. Auch was die Stofffläche angeht,
die eine Dame bedeckt, gibt es da ein Optimum: Nicht
eingehüllt wie eine Nonne, aber auch nicht zu nackt, vor
allem keinen Nackten Rücken, da der Herr dann nicht
weiß, wo er beim Führen hingreifen soll (wer greift
schon gern auf einen nackten, verschwitzen
Rücken?)
- Wie ist der Altersdurchschnitt der
Szene. Jung sein bedeutet nicht automatisch oft aufgefordert zu
werden - wenn der Altersdurchschnitt bei 50 Jahren (oder mehr!)
liegt, haben 20 oder 30jährige genausoviel Chancen wie eine
50 oder 60jährige unter lauter 20 bis 30järhigen.
- Sind zufällig Herren ohne Partnerin
anwesend, die nicht zur jeweiligen Szene gehören (also
Zufallsgäste); wenn ja, erhöht sich die
Aufforderungswahrscheinlichkeit, da diese Herren nicht wissen, wer
alles zum jeweils engeren Kreis der Szene gehört und wer
nicht, also i.d.R. hemmungslos alle Damen der Reihe nach
auffordern, die anwesend sind.
Ist die Liste vollständig? Wenn noch
jemand was einfällt, bitte ein e-mail
schicken.