Kuh-Guckser-Award

für gaaaaanz besondere Leistungen

Preise 2001

 

 

Die Kuh-Guckser-Medallie in GOLD, bzw. das "Goldene Pokal-Halter Nili" bekommt im Jahr 2001 jenes Ausflugsrestaurant, zu dem der Betriebsausflug der Fachhochschule Mannheim führte*. Betriebsausflügler sind für Gaststätten sicher ein Problem, doch die Erlebnisse in jener Gaststätte waren (hunde)haarsträubend und das Verhalten von Kellnern und Wirtin nahezu schon grotesk. So war nicht nur das Bier geizig eingeschenkt und nicht nur das Essen teilweise falsch serviert worden, nein die Wartezeiten für manches Essen gingen fast gegen unendlich. Bei Reklamationen reagierten Kellner und Wirtin ungehalten bis wirsch ("Ich rate Ihnen, sich besser nicht an die Geschäftsleitung zu wenden...", "Eigentlich wollen wir Sie hier gar nicht haben..."). Als es am Spätnachmittag kühl wurde und einige von uns aus dem Gartenlokal in das Innere der Gaststätte gehen wollten, wurde dies verwehrt und zwar mit der Begründung, "man bediene dort heute nicht". Als eine Kollegin sich anhaltend über die Kälte beschwerte, wurde ihr eine Decke angeboten - und zwar die Hundedecke, die auf dem Boden lag. Eigentlich ein Fall für das Gewerbeaufsichtsamt, wir aber belassen es beim Kuh-Guckser-Award in GOLD und einem dreifachen "Giiigick"!
(Vielleicht hat ja das Restaurant inzwischen den Besitzer gewechselt und die Belegschaft ist somit wieder gastfreundlicher geworden? Wundern würde das Gold-Nili ein Besitzerwechsel jedenfalls nicht)

* Wie's oft so ist: Nach einem halben Jahr hat man den Namen des Restaurants vergessen. Auch an der FH erinnerte sich niemand mehr (verdrängt!); Unterlagen sind keine mehr aufzufinden usw. Nur soviel weiß ich noch: Es lag irgendwo in den Wäldern zwischen Wiesbaden und Eltville.


Die Kuh-Guckser-Medallie in SILBER, bzw. die "Silberne Blumenstrauß-Bringer Kuh" erhält die Firma Businesspoint, die recht großspurig im Internet für ihre Leistungen für Verlage wirbt ("The magic way to success"). Obwohl ich bei dieser Firma bereits früher Kunde war (und der Auftrag zu beiderseitiger Zufriedenheit abgewickelt worden war) hielt es die Firma nicht mehr für nötig, mir ein Angebot für ein Buchprojekt zu erstellen. Ich wurde immer wieder vertröstet ("ach, wir haben soviel um die Ohren"... "Sie bekommen aber ganz bestimmt noch das Angebot"); irgendwann war's mir dann zuviel und ich wechselte zu einer anderen Firma. Für Businesspoint war ich wohl als Kunde nicht (mehr) interessant genug. Warum aber hatte die Firma nicht den Mut, mir gleich von vorn herein abzusagen? Nun, das "Nicht-Antworten" scheint ja in der deutschen Geschäftswelt heute zum guten Ton zu gehören. Es bleibt ein doppeltes "Muuuoh-Guck"!
Businesspoint teilt sich die Medallie mit der Firma "Sächsisches Druckereizentrum (SDZ)", das mich immer wieder mit Werbung versorgt, aber dann, wenn man konkret einen Auftrag hätte oder ein Angebot haben will, ebenfalls sehr "zurückhaltend" ist. So wurde z.B ein Angebot erst rund 2 Monate nach einer Anfrage erstellt - so lange wartet der geduldigste Kunde nicht. Dabei wäre das Angebot das günstigste gewesen! So entging dem SDZ ein Auftrag. Ärgerlich für beide Seiten. "Muuuoh"! (Inzwischen - Herbst 2002 - ist der Service des SDZ aber wieder besser geworden).


Die Kuh-Guckser-Medallie in BRONZE bzw. den "Medallien-Träger Elch" bekommt das Team der Zeitschrift Tango Danza. Zunächst ärgerte mich die Preiserhöhung für das Heft von 10 DM auf 7 Euro, worauf ich das Abo kündigte. Die Kündigung wurde ignoriert; ich bekam das Heft (samt Rechnung) weiter zugeschickt. Dann wurmte mich, dass ich auf eine Anmeldung für eine "Tango Danza Reise" nie wieder etwas hörte. Auf eine telefonische Nachfrage erhielt ich nur die Auskunft, man wisse noch nicht, ob die Reise zu Stande kommt; man werde sich wieder melden. Das war im Sommer 01! Die Meldung erfolgte nie. Auf ein Beschwerde-e-mail wegen dieser Schlampereien reagierte die Redaktion bzw. das Team auch nicht. Deshalb den Elch mit trötemdem "Gööögöck"!


Den Kuh-Guckser-Betonsack für besonders hervorragende Architektur und Gestaltung geht wieder mal nach Hockenheim. In unserem Kirchenpark wurden im Sommer 4 Figuren aufgestellt - diese sollen, die 7 (sieben!) freien Künste darstellen. Die hier abgebildete Figur verkörpert die Mathematik - warum, weiß sicher nur der Künstler. Scheinbar schämt sich die Figur, dass sie eine so "trockene" Wissenschaft repräsentieren muss, denn nachts beschattet sie keusch ihr Gesicht, wie man auf dem Foto unten sieht.

Sicher gibt es in anderen Städten ähnliche Sonderlichkeiten; aber ich nehme das, was ich direkt vor meiner Haustür finde. Also, liebe Hoggemer, nicht verzagen: Schaut euch in anderen Gemeinden um, ihr werdet finden!


Die Preise werden jährlich vergeben. Vorschläge werden jederzeit entgegen genommen.

 

Giiigick!

Bilder:
Zeichnungen der 3 Awards: Andrea Thum
Zeichnungen der Betonsack-Nilis: Sabine Thum
Fotos: Rolf Thum