Preise 2000
Hinweis für die "Anti-Nili-Fraktion" in unserer Gesellschaft, sprich die Spaß-Muffel: Alle hier vergebenen "Preise" sind natürlich nichts als Ulk, wenngleich die Ihnen zugrunde liegenden Erfahrungen real sind. Etwaigen Abmahnungen seitens der Ausgezeichneten - sofern diese keinen Humor verstehen - sieht der Kuh-Gucks-Clan deshalb gelassen entgegen.
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Die Kuh-Gucker-Medallie in GOLD, bzw. das "Goldene Pokal-Halter Nili" bekommt die Firma Nico Pyrotechnik. Begründung: Eine mehrfach per e-mail und Post gestellte Anfrage von mir, wo ich einen bestimmten Artikel bekommen kann (es ging um ein Tischfeuerwerk, das ich gern bei meinen Lesungen einsetze) wurde nie beantwortet. In meinem letzten Brief an die Geschäftsleitung formulierte ich den Satz: "...oder gehört es zu Ihrer Firmenideologie, einem Kunden nie zu antworten?" Anscheinend ja, denn auch darauf bekam ich keine Antwort. Deshalb das Nili in GOLD und einen dreifach schrillen "Giigick" -Schrei für diese Firma. |
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Die Kuh-Guckser-Medallie in SILBER, bzw. die "Silberne Blumenstrauß-Bringer Kuh" erhält die Fa. Reebock, die es nicht für nötig hält, bestimmte bestellte Turnschuhe auszuliefern. Reebock hat - so erfuhr ich in meinem Sportgeschäft - ihren Kundenservice nach England verlagert; dort ist man nicht mehr in der Lage, Einzel-Bestellungen aus Deutschland zu bearbeiten. Im Sinne eines zusammenwachsenden Europas bekommt die Firma deshalb die Kuh und ein doppeltes "Giigick". |
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Die Kuh-Guckser-Medallie in BRONZE bzw. den "Medallien-Träger Elch" bekommt die Fa. Microsoft, die für die Lieferung von für meine Dienststelle bestellte "Microsoft Office" - Programme drei Monate gebraucht hat. Angeblich benötigte Microsoft so lange, um zu überprüfen, ob die Fachhochschule Mannheim wirklich eine Hochschule ist. Da die Ware dann doch noch kam "nur" den Elch in Bronze und ein schwach trötendes "Giigick"! |
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Den Kuh-Guckser-Betonsack für besonders hervorragende Architektur und Bauingenieurleistungen bekommen die Architekten und Bauträger der abgebildeten Wohnhäuser in einem Neubaugebiet in Hockenheim. Die Bauten waren das Ergebnis eines Wettbewerbs mit angelblich 80 Teilnehmern. Wenn dies tatsächlich die besten Entwürfe gewesen sein sollen, dann sollten Deutschlands Hochschulen die Inhalte Ihrer Architekturstudiengänge ernsthaft überdenken. Wei dem auch sei: Einen Betonsack, leicht befeuchtet, für diese, mich an Baracken erinnernden Fasaden und ein lautes "Giigick" an das Architekten-Bauträger-Team! |
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Die Kuh-Gucker-Giiigick-Narrenkappe mit drei hellgicksenden Schellen für die gelungenste Schildbürgerei. Folgende Bürgerbefragung findet im Januar 2001 in der "Rennstadt" statt: "Sind Sie für die Zukunftssicherung des Hockenheimrings durch dessen Um- und Ausbau im Interesse des Erhalts der Wettbewerbsfähigkeit und der Formel-1?" Es kann nur mit "Ja oder nein" geantwortet werden. Den wollte ich sehen, der eine solche Frage mit "NEIN" beantwortet! Wer, um alles in der Welt, wird denn gegen eine Wettbewerbsfähigkeit und eine Zukunftssicherung sein? Oder anders ausgedrückt: Wer sich kritisch mit dem Ausbau des Ringes auseinandersetzen mag, möge sich in der Rolle eines Fortschrittsfeindes fühlen oder in der eines kurzsichtigen Nestbeschmutzers, der die Wettbewerbsfähigkeit seiner Heimatstadt nicht will. Wozu also eine solche Befragung, und das in einer Gemeinde, die sonst Bürgerbefragungen gar nicht so gerne hat? Die Fragestellung, die dem Instrument der Bürgerbefragung mehr schadet als nutzt, verdient die Narrenkappe und ein dreifaches helles Bimmeln, gepaart mit "Giigick- und Ahoi-Rufen" sowie dem Anspielen des Narrhallamarsches.
Nachtrag, Ende Februar 2001: Das Ergebnis des Bürgerentscheids: 80,75 % JA und 19,25 % NEIN. OB Schrank und die ganze Große Kreisstadt ist zufrieden (Verwunderungen über die Tatsache, daß doch ein paar Leute NEIN gestimmt haben, werden aber trotzdem geäußert; tja, wenn man jetzt nur wüßte, wer sich da erdreistet hat, gegen die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt zu stimmen!) ). Die Grünen in Hockenheim setzen dann der Schildbürgerei noch eins drauf, indem sie nach der Wahl Plakate in der Stadt aufstellen mit der Aufschrift "19,25 % der Hockenheimer sind für den Wald..." Schlußfolgerung: Sie wie die NEIN-Stimmer gegen die Wetbewerbsfähigkeit ihrer Stadt sind, so sind die JA-Stimmer gegen den Wald! Alles klar? Für dieses "gelungene" Plakat nochmals eine Narrenkappe - und ein lautes "Tröööt!"!
Bilder:
Zeichnungen der 3 Awards: Andrea Thum
Zeichnungen der Betonsack-Nilis und Narrenkappen-Nilis: Sabine
Thum
Foto: Infoblatt "Hockenheim 2000"