Kuh-Guckser-Award

für gaaaaanz besondere Leistungen, Schildbürgereien und Absurditäten

Preise 2014

 

Gold

Die Kuh-Guckser halten es für an der Zeit, die "Wertbons" der diversen Raststätten zu prämieren. Diese erhält man bekanntlich bei Toiletettenbenutzung. Man darf diese im Nachhinein bei einem Einkauf an den Raststätten einlösen - schön und gut, doch sind die Preise dort derart überteuert, dass man doppelt zur Kasse gebeten wird: einmal bei der Toilettenbenutzung und dann nochmals beim Einkauf. Rechenbeispiel: ein Tüte mit Schokoladenkekse, die im Supermarkt 1,29 Euro kostet, fanden die Kuh-Guckser schon für 3,49 Euro an der Raststätte. Abzüglich der 50 Cent Werbon bleiben immer noch 2,99 Euro. Oder man sammelt 4 bis 5 Wertbons, um an den Preis im Supermarkt ranzukommen bzw. tatsächlich "ein Geschäft" zu machen. Doch dann erlebt man mitunter die Überraschung: Der Wertbon ist abgelaufen oder stammt von einer anderen Ladenkette. Oder es werden pro Einkauf nur eine bestimmte Anzahl Bons entgegen genommen. So oder so - zum Goldtalerbeißen!

Wertbons

Unsere Wertbon-Vielfalt (sind sicher nicht alle, die es gibt)

 

Silber

gibt es für zwei Stellenangebote einer Hochschule, bei denen die Kuh-Guckser überlegt haben, ob sie sich nicht bewerben sollen. Schließlich verstehen sie sich als "systemische, lösungsorientierte Coachs" und "Talentmanagement" beherrschen sie auch ohne Hochschulstudium (wobei sie sich fragen, wo man "Talentmanagement" überhaupt studieren kann). "Kreativ", "zielorientiert" und "selbstständig" arbeiten sie naturgemäß (!) auch. Aber sie haben sich nicht beworben, sondern nur den Pokal vergeben.

Stellenausschreibung ...

....für den Bereich Gleichstellung.
Aufgabenschwerpunkte:
· Konzeption von Standards für den im Rahmen der LHG-Novelle von 2014 stark erweiterten Aufgabenbereich der Gleichstellungbeauftragten sowie deren Unterstützung bei der Gremienarbeit
· Planung, Ausarbeitung und Umsetzung zusätzlicher Gleichstellungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Professorinnenprogramm II
· Konzeption des medienbasierten, hochschulinternen und –externen „Auftritts“ der Gleichstellung
· Erarbeitung eines Konzeptes für den Bereich „gender@career, ergänzt um die Durchführung von Vorträgen und Workshops in diesem Bereich
· Weiterführung und Verstetigung des MA_MINT-Projektes
Anforderungsprofil:
· abgeschlossenes Hochschulstudium mit Schwerpunkt „Talentmanagement“, pädagogische, methodische und didaktische Grundkenntnisse
· ausgeprägte Kenntnisse und Erfahrungen mit gleichstellungsrelevanten und genderorientierten Maßnahmen an einer Hochschule sind Voraussetzung
· Ausbildung als systemische, lösungsorientierte Coach
· nachgewiesene Projektverantwortung in der Konzeption und Durchführung von Mentoringprogrammen und Coaching im Hochschulkontext
· Erfahrung in der Organisation, im Marketing und in der Durchführung von Vorträgen und Workshops zu gender-relevanten Themen
· ausgeprägte Teamfähigkeit
· selbständige Arbeitsweise

... für den Bereich Career-Center.
Aufgabenschwerpunkte:
· Entwurf eines geschlossenen Beratungskonzeptes entlang der „Achse“ Schüler/in – Studierende/r – Absolvent/in
· Organisation, Koordination und Durchführung interner und externer Beratungs- und Orientierungsevents
· Konzeption und Betreuung eines Absolvent(innen)en-Netzwerkes · Konzeption eines Kompetenzzentrums für die Karriereplanung in MINT-Fächern in Kooperation mit Unternehmen der Region
Anforderungsprofil:
· abgeschlossenes Hochschulstudium · Qualifikation als Berater/in und mehrjährige praktische Erfahrung mit Beratung und Coaching (bevorzugt systemisch/lösungsorientiert) von Studierenden und Absolventen/innen · Erfahrungen mit dem Aufbau von Unternehmensnetzwerken
· Praktische Erfahrung mit Kooperationen von Hochschulen mit Unternehmen · Konzeptionelle und innovative Denk- und Arbeitsweise
· Fähigkeit selbständig, kreativ und zielorientiert zu handeln
· Organisationstalent und Erfahrungen im Eventmanagement
· Kooperationsbereitschaft im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit anderen Hochschuleinrichtungen

 

Bronze

gibt es wieder für einen schönen philosophischen Erguss, gefunden in einer Ethik-Mailing-Liste der Hochschulen.

Um etwas wahrzunehmen brauchen wir einen Kontrast zu diesem Etwas. Sonst geht das nicht. Nichtwissen erzeugt damit nur als Grenze des Wissens einen Kontrast, ist damit durch die Endlichkeit des Wissens geprägt. Da "Nichts", und damit auch Nichtwissen, keinen eigenen Kontrast erzeugen kann, ist es mit Sinnen die Kontrast benötigen, nicht erfassbar. Haben wir einen Sinn der ohne Kontrast auskommt?

 


Den Nassen Betonsack

bekommt die Stadt Paderborn für den tristgrauen Klotz, in dem das Dommuseum untergebracht ist und der direkt neben dem historischen Dom steht. Gewiss, Paderborn wurde im Krieg ziemlich zerstört, aber so einen Klotz in den historischen Stadtkern zu setzen - das verwundert die Kuh-Guckser doch sehr, zumal das Gebilde erst in den 1970er errichtet wurde. Es gibt Dinge, die sind so hässlich, dass sie wieder schön sind - doch das trifft für diesen Gebäudekomplex nicht zu! Er ist einfach nur hässlich, auch wenn auf der Homepage des Museums steht: "Mit seinen gestuften Bleifassaden behauptet es sich selbstbewusst wie ein skulptural aufgefasstes Schreingehäuse neben dem Dom, welches die typische und heute durchweg problematisch empfundene Formensprache der Architektur seiner Zeit gottlob weit hinter sich ließ. Das Diözeanmuseum fügt sich gerade heute harmonisch, aber unverwechselbar in die Umgebung des Dom- und Marktplatzes." Allein für dieses Selbst(gott)lob gebührt ein Kuh-Guckser-Award.

Paderborn

Das Gebilde links im Bild ist das besagte Museum.
Mehr Fotos dieser von dieser architektonischen Absurüdität findet ihr auch HIER.

 

Nasser Betonsack und Nilis

 


Die Narrenkappe mit Schellen vergeben wir...

...für den Zeitungsbericht zum Jagdgesetz (März 2014), der da endet mit "Da seien Probleme mit Wildschweinen zu befürchten." Das klingt ja fast wie Hohn, denn jeder, der sich ein wenig um die Fauna in Mitteleuropa auskennt, weiß, dass das Sauen-Problem schon lange besteht und nicht erst befürchtet werden muss. Die Schonzeit für die Sauen ist übrigens schon selbst eine Narrenkappe wert! Trara-trara-Narrhallamarsch (wuzz-wuzz)!
Siehe auch den Award für 2007 Seitdem hat sich nichts gebessert

 

Jagdgesetz

Narrenkappen-Nilis



Und dann noch das:

Hunde in der Zeitung

Schön, dass Hunde inzwischen Inserate in der Zeitung aufgeben können. Wuff!

 

Schoens Tanzen?

Das soll Tango Argentino (nicht Mambo oder Rock'n'roll) sein! Geworben wurde mit diesem Bild für einen Kurs zum Thema "Tanzen auf engem Raum." Weitere Kommentare sind wohl überflüssig (vor allem, wenn man bedenkt, dass die meisten Tangotänzer in Deutschland inzwischen über 50 sind ...).

 

Und ganz zum Schluss ein Fund - eine Speisekarte aus Ungarn, 1970er Jahre:

Speisekarte

Wie wohl ein "Wildes Fleisch" geschmeckt haben mag? Und was wohl ein "Extra gern salat" und "Schmeckt nockel" waren? Leider beim Scan abgeschnitten ist die letzte Zeile mit dem Satz "Wir danken für Ihren guten Appetit."

 


Preise der Vorjahre siehe Award-Startseite

Und wer noch nicht weiß, was der "Kuh-Gucks-Clan" ist, hier gibt's Aufklärung ;-)


Die Preise werden jährlich vergeben. Vorschläge werden gern entgegen genommen.

 


Entwürfe für die Bilder: Sabine Thum
Fotos: Rolf Thum

Zur rechtlichen Absicherung: Diese Seite will nicht unbedingt ernst genommen werden. Es ist nicht damit beabsichtigt irgendjemand bloß zu stellen oder zu ärgern. Wer sich dennoch getroffen fühlt, möge in sich gehen und überlegen, warum gerade er oder sie hier genannt wird und ob er oder sie es nicht vielleicht mit Humor nehmen kann.