Kuh-Guckser-Award

für gaaaaanz besondere Leistungen, Schildbürgereien und Absurditäten

Preise 2010

 

 

Gold - Silber - Bronze - ich kann mich nicht so recht entscheiden. Ein wirklich "goldiges" Ärgernis gab es in 2010 nicht unbedingt (zumal ich während der Vulkaneruption auf Island und des Schneegestöbers im frühen Winter weder mit dem Flieger noch mit der Bahn unterwegs sein musste). Aber ein paar Kleinigkeiten fielen mir dann schon auf, die "verwunderlich" waren.

So z.B. die Geschichte, die mir ein Bekannter aus Hannover im Frühjahr schickte:
"Zur Bahn kann meine Mutter etwas beisteuern. Sie hatte die tolle Idee, uns über Weihnacht zu besuchen - mit der Bahn! Eine Platzreservierung war wegen Fahrplanumstellung (???) erst einen Tag vor der Reise möglich. Am Bahnhof in Stuttgart kam kein Zug. Erst nach einer halben Stunde wurde bekannt gegeben, dass der Zug kaputt sei und ein Ersatzzug gestellt würde. Das war dann allerdings kein ICE mehr - und natürlich waren damit auch die Reservierungen hinfällig. Als sich meine Mutter dann während der Fahrt erlaubte, den Schaffner anzusprechen und nach der vermutlichen Ankunftszeit in Hannover zu fragen, bekam sie zur Antwort: "Das ist mir doch egal, da will ich nicht hin". Soviel zum hochgelobten Service in den ICE!

 

Ebenfalls verwunderlich finden die Kuh-Guckser diesen Bericht:


Na denn, frei Fahrt für den Giganten! In Europa nur auf deutschen Autobahnen und auf der Isle of Man einzusetzen, da sonst überall auf unserem Kontinent Geschwindigkeitsbegrenzungen existieren. Oder man lässt sich halt nicht erwischen.

 

Ebenfalls Giganten fand der Verfasser dieses Hinweises auf eine Fernsehsendung, nämlich sogar im Nil:

 

Nicht minder drollig (und auf jeden Fall idiotensicher) die folgende Beschreibung:

Da wir schon bei "Händen" sind. Es gibt sehr seltsame Angebote in gewissen Katalogen, die einem mitunter unaufgefordert ins Haus flattern:

 

Weiterer Katalogkitsch gefällig?


Die Narrenkappe mit Schellen

... gibt es gleich in Kombination mit dem Nassen Betonsack für meine geliebte Heimatgemeinde Hockenheim für die Gestaltung des Platzes um das historische Gebäude Zehntscheuer, die in diesem Jahr - nach Rekonstruktion - eingeweiht werden konnte. Laut Meldung in der Presse (Hockenheimer Woche) wurde der Platz bewusst kahl gehalten - und das, obwohl Hockenheim nur wenig zuvor ein Gutachten eines Stadtentwicklungsbüros eingeholt hatte, weil man wissen wollte, warum Hockenheim als Einkaufsstadt so unattraktiv sei. Eine Antwort des Experten war nämlich: Eure Plätze sind zu öd, macht mehr aus euren Plätzen. Dieses Urteil im Nacken musste man sich natürlich schon irgendwie für diesen weiteren Ödplatz rechtfertigen. Und nun ratet mal, was die Hockenheimer aus dem Platz bisher gemacht haben und vermutlich weiterhin machen werden? Richtig - PARKPLÄTZE! (Siehe Foto) (Randbemerkung: ein Teil des Platzes wurde tatsächlich als Parkplatz ausgewiesen, doch wurden die Parkräume derart "moderat" auf dem Plaster eingezeichnet, dass niemand so recht sieht, wo der Parkplatz endet und wo der Platz, der sich "entfalten" solle, anfängt. Absicht?)

 

 
Der Platz vor der Zehntscheuer in Hoggene - Hoggenes neuer Großraumplarkplatz (?)

 

Auch das gab's und gibt's

Gewisse Bäckereien in Hockenheim (nicht alle!) pflegen auf Wunsch ihrer Kunden besonders "gut gebackene" Brötchen anzubieten. Dem Kuh-Gucks-Klan sind diese Brötchen allerdings zu dunkel; sie erinnern eher an Laugenbrötchen oder eine solariumgebräunte Haut als an ein Brötchen. Siehe Fotos: links ein "normales" Brötchen, rechts ein typisch "Hoggemer". Als ich einmal etwas hellere Ware verlangte, meinte eine andere Kundin: "Pfui, sowas esse Sie? Des is jo noch gar net durschgebacke!" Darauf meine Antwort: "Holzkohle und Brickets überlasse ich anderen!"


Nein, das Bild links ist nicht aufgehellt, sondern im Gegenteil: Es ist abgedunkelt worden!

 


Preise der Vorjahre

2009

2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
2001
2000

Und wer noch nicht weiß, was der "Kuh-Gucks-Clan" ist, hier gibt's Aufklärung ;-)


Die Preise werden jährlich vergeben. Vorschläge werden gern entgegen genommen.

 


Entwürfe für die Bilder: Sabine Thum
Fotos: Rolf Thum

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