Kuh-Guckser-Award

für gaaaaanz besondere Leistungen, Schildbürgereien und Absurditäten

Preise 2007

 

Es ist kaum zu glauben, aber im Jahr 2007 gab es keinen wirklichen Ärger mit einer Firma oder einem Dienstleister - Ausnahme wieder mal die Bahn! Folgendes Ereignis stehe stellvertretend für so manche Bahn-Unbillen: Für eine Fahrt von Hockenheim nach Mannheim stempelte ich eine Einzelfahrkarte am Bahnhof Hockenheim ab - brav, wie sich das gehört. Es erschien ein Kontrolleur und ich zeigte meine Fahrkarte vor, doch siehe da, der Kontrolleur fand keinen Entwertungsstempel auf der Karte. "Ihr'n Ausweis!", bellte er mich an. Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich gestempelt habe und wohl der Automat kaputt sei, doch das beeindruckt ihn nicht. "Des könne Sie dann schriftlich ei'reische; dann werd des iwwerprieft. Sie heare vun uns!" Nun gut, ich warte ab, was nun passierte - in der Tat kam ein Schreiben zur "Fahrpreisnacherhebung" mit der Aufforderung 40 Euro zu bezahlen. Nach einigen vergeblichen Versuchen, die Sache per Telefonat zu klären (der Entwerter war Tage danach immer noch defekt, wurde also von der Bahn lange nicht überprüft oder instand gesetzt), lege ich schriftlich Widerspruch ein. Und dann? Nun dann bekam ich die 40 Euro erlassen, allerdings mit dem Hinweis, dass ich eigentlich weiterhin im Unrecht bin und man nur aus Kulanzgründen (da ich ja Bahn-Card-Besitzer, häufiger Bahnnutzer usw. sei) von einer weiteren Forderung absehe. Keine Entschuldigung, kein Bedauern über den Vorfall. Fazit: Wir Bahnkunden sind eben immer noch keine "Kunden" und die Bahn gebärdet sich mitunter noch wie zu Kaiser Wilhelms Zeiten. Deshalb ihr erneut den Goldpokal und ein lautes "Tüüüüt" (gilt auch gleich für die nicht enden wollenden "Tarifverhandlungen" und dem Stursinn von Bahn- und Gewerkschaftschef, sowie für allen Bahnverspätungen und Ausfälle, die ich in 2007 erduldet habe).

 

Am zweitmeisten ärgerte mich im letzten Jahr die Untätigkeit der Heidelberger Jagdpächter, denen wir Gartenbesitzer und Gartenpächter an der Bergstraße die ständigen "Wuzzschäden" zu verdanken haben. Die Wildsauen haben sich in den letzten Jahren derart vermehrt, dass eigentlich eine Gartenpflege kaum noch möglich ist - es sei denn, man baut eine Mauer oder einen Zaun (der aber mindestens 50 cm tief im Boden einbetoniert sein muss und 1,80 m hoch ist) um sein Grundstück. Die Wühlarbeit der Viehcher jedenfalls verwandelt die Gärten mehr und mehr in Riesenpfuhle, wie das Bild hier zeigt. Alle Beschwerden der Gartenbesitzer nutzen nichts; die Sauen werden nicht dezimiert. Da bleibt nur noch zu hoffen, dass sich der Wolf auch im Odenwald wieder ansiedelt und damit den Sauen ein natürlicher Feind entgegen steht. Oder ich besorge mir eines Tages selbst ein Gewehr ...

Den Heidelberger Jagdpächtern jedenfalls "Silber" und ein lautes Grunzen.

 

Es gab natürlich noch weitere Dinge, die im Jahr 2007 Ärger bereiteten oder über die ich mich mehr als nur wunderte - zum Glück nicht privat, aber einiges im "sonstigen Leben". Doch nicht alles ist "Kuh-Guckser-würdig". Deshalb will ich hier lieber noch auf ein paar Kuriositäten hinweisen, die mir begegnet sind. so z.B. diesen Hinweis auf der Webseite http://www.larioonline.it/: "Die Seite, die zu Ihnen versucht, ist nicht in aufgestellten anwesender. zwischen 5 zweiten einen erscheint die Seite anfängt sie, oder clicca der Schlüssel zurück." (inzwischen aber nicht mehr zu finden, leider!)

Oder dieser Hinweis auf die Gefahren des "Äppelwoigenusses": Äppelwoi

Oder, falls ihr euch für die Sorgen und Nöte von Leuten interessiert, die eigentlich keine Sorgen und Nöte haben, dann guckt mal da rein (aber nur, wenn ihr viel Zeit habt): http://www.energy.de/index.html (Hat nix mit Energie zu tun!)


Die Narrenkappe mit Schellen

... erhält ein gewisser Herr Böhme, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, CDU, der in einem Radiointerview am 22. März 07 zum Nichtraucherschutz sich weiterhin für „Raucherlokale“ einsetzte und auf die Frage, wie das denn mit dem Gesundheitsschutz des Personals in diesen Lokalen vereinbar wäre, meinte, solches Personal solle sich dann halt einen anderen Arbeitsplatz suchen. Braucht es dazu eines weiteren Kommentars? Nein, das Bimmeln der Schellen genügt.


Auch dieses Jahr gibt es wieder den "Nassen Betonsack" und zwar für den Architekten der neuen Mensa in Karlsruhe, die mich irgendwie an einen zerschnippelten Schuhkarton erinneret. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Übrigens Geschmack: Das Essen in der Mensa soll trotz des Neubaus nicht besser geworden sein (so die Meinung eines dortigen Mensanutzeres).


Zu guter Letzt

war da noch ein Beitrag eines Herrn Christian Bartsch, gefunden im Februar 2007 hier: http://www.wrangler4you.com/klima.htm

Ich zitiere die wichtigste Passage:

Hintergrund: Öko-Ideologie - Die nächste Sackgasse wartet schon
 

Auto-Reporter - 11. Februar 2007. Betäubt von der allgegenwärtigen Klimakeule taumelt die Welt nahezu ungebremst in die nächste Ideologie hinein, die eine ebenso düstere Sackgasse ist wie alle vorangegangenen. Leidtragender ist zunächst vor allem das Auto, an dem sich nun Unfähigkeit, Neid und Missgunst ungestraft austoben können, wie das Herr Dimas kürzlich in Brüssel vorführte.

Es ist doch merkwürdig. Eine Ideologie wird als solche erst dann erkannt, wenn sie Unheil über die Menschen gebracht hat. Eine braune und eine rote hatten wir schon, nun folgt eine grüne. Die braune brach blutig zusammen, die rote unblutig. Die grüne ist noch lange nicht am Ende. Wann und wie sie enden wird, wissen wir nicht. Wohl aber, dass sie auf die kalte Tour über den bis zur Unerträglichkeit aufgeblähten "Umweltschutz" nicht weniger zerstören wird als vergangene Ideologien, wenn man sie nur lange genug ohne jeden Widerstand gewähren lässt.

In Deutschland, vorbereitet in Jahrzehnten durch die Degeneration von Schulen und Lehrern, findet sie einen besonders günstigen Nährboden. Aber auch Brüssel ist bereits fest in der Hand der Öko-Ideologen, wie zahlreiche unausgegorene Gesetze, Nachrichten und Richtlinien beweisen. Niemand nimmt Anstoß daran, dass sich Europa mit Deutschland als Vorreiter auf dem Weg in eine ökologische Planwirtschaft befindet und die Marktwirtschaft immer stärker in den Hintergrund gedrängt wird. Haben die Damen und Herren Politiker alles vergessen, was gerade gestern erst im Osten passierte?

Zitat Ende. Alles klar?


Preise der Vorjahre
2006
2005
2004
2003
2002
2001
2000

Und wer noch nicht weiß, was der "Kuh-Gucks-Clan" ist, hier gibt's Aufklärung ;-)


Die Preise werden jährlich vergeben. Vorschläge werden gern entgegen genommen.

 


Bilder:
Zeichnungen der 3 Awards: Andrea Thum
Narrenkappen-Nili: Sabine Thum
Fotos: Rolf Thum

Zur rechtlichen Absicherung: Diese Seite will nicht unbedingt nur ernst genommen werden. Es ist nicht damit beabsichtigt irgendjemand bloß zu stellen oder zu ärgern. Wer sich dennoch getroffen fühlt, möge in sich gehen und überlegen, ob er oder sie es nicht vielleicht doch mit Humor nehmen kann.